Freckenhorst (bjo). Wohin man auch schaut auf dem Hof der Maschinengemeinschaft Freckenhorst an der Daimlerstraße: Die riesigen Hallen sind beinahe leer, alle Maschinen sind im Einsatz.  

Kein Wunder, schließlich ist Erntezeit und damit Hochsaison für die acht fest angestellten Mitarbeiter und die bis zu zehn Saisonkräfte. „Wir arbeiten momentan von 7.30 bis 24 Uhr, sieben Tage in der Woche“, sagt Geschäftsführer Theo Stratmann im „Glocke“-Gespräch.

Durch das heiße Sommerwetter seien viele Getreidesorten gleichzeitig reif geworden: „Das habe ich so auch noch nicht erlebt.“ Wenn sich das Wetter halte, könne die Maschinengemeinschaft mit einem Ernteende um den 5. August kalkulieren – zehn Tage früher als normal. Mit einer Rekordernte sei im Sommer 2006 allerdings nicht zu rechnen: „Durch die Hitzewelle fallen die Erträge durchschnittlich um zehn bis 15 Prozent niedriger aus“, weiß Stratmann. Gerade der Mais benötige im Moment dringend Regen, um noch einigermaßen Ertrag zu erzielen: „Die Blätter kräuseln sich schon, die Pflanzen auf den Feldern sehen erbärmlich aus.“ Wohl jeder Landwirt würde sich derzeit über 20 bis 30 Millimeter Niederschlag freuen.  So lange es allerdings nicht regnet, sind die elf Mähdrescher und acht Schlepper der 1953 gegründeten Maschinengemeinschaft Freckenhorst (fast) im Dauereinsatz.

Darunter auch der in diesem Jahr neu angeschaffte Claas Lexion 570 mit Raupenlaufwerk, 7,50 Meter Schnittbreite, 450 PS, Klimaanlage: In der Kabine des Mähdreschers kann Christoph Dreimann auch bei Hitze gut arbeiten. Etwa vier Hektar kann der Mähdrescher pro Stunde abernten, der Korntank der Maschine fasst 10 800 Liter. Ein großer Vorzug des neuen Fahrzeuges spielt im Sommer 2006 indes kaum eine Rolle: „Der Mähdrescher hat ein Raupenlaufwerk und belastet so die Böden weniger“, betont Stratmann. Richtig bemerkbar macht sich das allerdings nur bei feuchten Böden – und an die ist momentan nicht zu denken.

Quelle: Die Glocke

Erntemaschinen im Dauereinsatz

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